Technische Spezifikationen und Materialeigenschaften der Fensterbekrönung
Die Fensterbekrönung ist ein prägendes Architekturelement für Fenster und Türen. Sie verleiht der Fassade mehr Tiefe und eine klar definierte Gestaltung. Die dekorativen Elemente werden aus hochdichtem, starrem Polyurethan (PU) mit geschlossenzelliger Struktur gefertigt und zeichnen sich durch eine hohe Widerstandsfähigkeit aus. Das Material besitzt eine Dichte von 150-220 kg/m³ und erreicht dadurch eine ähnliche Härte und Oberflächenwirkung wie Naturholz, bleibt jedoch deutlich leichter. Diese Materialeigenschaften sorgen für eine hohe Schlagfestigkeit, ohne die Gebäudehülle durch unnötige Lasten zu belasten. Damit eignet sich die Fensterbekrönung sowohl für Neubauten als auch für Restaurierungsprojekte.
Auch für den Einsatz im Außenbereich ist die Fensterbekrönung ausgelegt. Innerhalb des Temperaturbereichs von -20 °C / +70 °C bleibt sie formstabil und zeigt keine Anzeichen von Verformung, Schrumpfung oder thermischer Ausdehnung. Dank der geschlossenzelligen Struktur liegt die Wasseraufnahme unter 1 %. Dadurch ist das Material unempfindlich gegenüber Regen und Feuchtigkeit und verrottet oder schimmelt nicht. Zudem hat es die Brandklasse B2 (DIN 4102-1) und enthält ein Flammschutzmittel auf Phosphorbasis Additiv. Dies trägt zu einem höheren Sicherheitsniveau der Fassade bei.
Architektonische Integration und Produktvarianten
Die Integration einer Fensterbekrönung verbindet den Erhalt klassischer Architektur mit moderner Fassadengestaltung. Aus den klassischen Giebelbekrönungen entwickelt, lenken diese Elemente den Blick nach oben und betonen die vertikale Gliederung eines Gebäudes. In der modernen Architektur unterbrechen sie großflächige Fassaden und schaffen ein differenziertes Spiel aus Licht und Schatten. Der Polure-Katalog umfasst detaillierte Modelle wie P1470A mit den Maßen 108x2400x422 mm und P2839 mit den Maßen 255x2400x375 mm. Beide Varianten eignen sich für unterschiedliche Gebäudegrößen und architektonische Konzepte.
- Modell P1470A: Für breite Fensteröffnungen und repräsentative Eingangstüren konzipiert. Das markante Profil betont die horizontale Ausrichtung.
- Modell P2839: Mit größerer Ausladung für hochwertige Wohnvillen und gewerbliche Gebäude, bei denen eine deutlich ausgeprägte Fassadentiefe gewünscht ist.
Vorteile gegenüber Gips, Holz und EPS
Im Vergleich zu herkömmlichen Baustoffen bieten Fensterbekrönungen aus Polyurethan überzeugende Materialeigenschaften:
- Gips: Die Einwirkung von Wasser und Feuchtigkeit sollte anhand der technischen Produktdaten, der Oberflächenbeschaffenheit und der Montagehinweise bewertet werden.
- Holz: Holz benötigt regelmäßige Pflege und kann durch Feuchtigkeit verrotten, von Insekten befallen werden oder sich verziehen. Polyurethan vermeidet diese materialtypischen Schwachstellen und bietet zugleich eine vergleichbare Haptik und Materialdichte.
- Expandiertes Polystyrol (EPS): EPS-Schaum erreicht nicht die erforderliche Oberflächenhärte und Detailpräzision für hochwertige Architekturprojekte. Polyurethan ermöglicht klare Zierlinien, eine für die Lackierung geeignete Oberfläche und eine widerstandsfähige Struktur.
Hinweise zur Oberflächenvorbereitung und Beschichtung
Jede Fensterbekrönung wird werkseitig mit einer hochwertigen Grundierung vorbehandelt. Diese Grundierung bereitet die Polyurethanoberfläche vor und verbessert die anfängliche Haftung der Farbe. Professionelle Farbhersteller übernehmen jedoch in der Regel keine Garantie, wenn ihre Produkte direkt auf eine vorgrundierte Oberfläche und ohne das jeweils eigene Grundiersystem aufgetragen werden. Eine zusätzliche Grundierung vor dem Endanstrich ist daher optional und liegt im Ermessen des Verarbeiters oder Kunden. Polure übernimmt keine Garantie für die Haftung oder Leistung von Farben anderer Hersteller und haftet nicht für daraus entstehende Probleme. Bei allen Außenanwendungen muss das Produkt mit einer hochwertigen, UV-beständigen Fassadenfarbe beschichtet werden, um Vergilbung und eine nachlassende Oberflächenqualität im Laufe der Zeit zu vermeiden.
Anwendungsbereiche
Die Fensterbekrönung ist ein vielseitiges Architekturelement für Außenfassaden und hochwertige Innenräume. Außen wird sie vor allem als dekorativer Abschluss über Fenstern und Eingangstüren von Wohnvillen, Boutiquehotels, historischen Restaurierungen und anspruchsvollen Gewerbeobjekten eingesetzt. In Kombination mit vertikalen Fensterfaschen, Pilastern und Schlusssteinen lassen sich vollständige klassische Fassadensysteme gestalten. Besonders an Haupteingängen erzeugen diese Elemente einen repräsentativen Portalcharakter und betonen die Wirkung des Gebäudes zur Straße hin. Im Innenbereich eignet sich die Fensterbekrönung als dekorativer Abschluss großer Durchgänge, eingebauter Bibliotheken, repräsentativer Kaminverkleidungen und Wandpaneele in hohen Eingangshallen, Restaurants und privaten Wohnräumen.
Montage
Für eine fachgerechte Montage der Fensterbekrönung aus Polyurethan sind die üblichen professionellen Verarbeitungsregeln einzuhalten. Der Montageuntergrund muss vollständig sauber, trocken und frei von losen Rückständen sein. Schneiden Sie die Profile zunächst mit einer professionellen Gehrungssäge im 45-Grad-Winkel auf die benötigten Maße zu. Tragen Sie entlang der rückseitigen Klebeflächen und an den Stoßstellen durchgehend einen hochfesten Polyurethan-Montagekleber auf. Silikonkleber dürfen nicht verwendet werden. Zur sicheren Befestigung des schweren Profils sind während der Aushärtung des Klebers zusätzlich Schrauben erforderlich. Nach der mechanischen Befestigung werden Fugen und Vertiefungen über den Schraubenköpfen mit einem hochwertigen Fugenfüller für den Außenbereich geschlossen. Nach vollständiger Aushärtung wird die Oberfläche mit Schleifpapier der Körnung 180–220 geglättet. Falls vom Farbhersteller gefordert, kann anschließend eine zusätzliche Grundierung aufgetragen werden. Danach folgen mindestens zwei Schichten hochwertiger, UV-beständiger Fassadenfarbe.
Pflegehinweis
Fensterbekrönungen aus Polyurethan sind auf eine lange Lebensdauer bei geringem Pflegeaufwand ausgelegt und halten unter normalen Umweltbedingungen mehr als zwei Jahrzehnte. Die geschlossenzellige Struktur verhindert eine erhebliche Feuchtigkeitsaufnahme, sodass das Material stark verrottungs- und rissbeständig ist und kaum Nährboden für Schimmel bildet. Für die regelmäßige Pflege genügt es, die Oberfläche mit einem weichen, feuchten Tuch und einem milden Reinigungsmittel von Staub und Ablagerungen zu befreien. Verwenden Sie keine scheuernden Reinigungspads und keine aggressiven Lösungsmittel, da diese die schützende Farbschicht beschädigen können. Bei Außenanwendungen trägt ein regelmäßiger neuer Anstrich mit UV-beständiger Farbe dazu bei, das Erscheinungsbild und den Schutz der Profile zu erhalten.



