Komplette Rundsäulen sind architektonische Dekorationsverkleidungen aus hochdichtem Polyurethan-Hartschaum, die klassische zylindrische Säulenformen für den Innen- und Außenbereich stilgetreu nachbilden. Diese vollrunden Säulenelemente bieten eine leichte und extrem langlebige Alternative zu traditionellen Säulen aus Marmor, Naturstein oder Betonfertigteilen. Dank der Fertigung in hochpräzisen Gussformen zeichnen sich die Säulen durch scharfe Konturen und detailgetreue klassische Proportionen dorischer, ionischer oder korinthischer Ordnung aus – ganz ohne unnötige statische Belastung für das Gebäudefundament.
Architektonische Vielseitigkeit und praktische Vorteile
Klassische Stein- oder Gipssäulen stellen Transport, Montage und Pflege oft vor große Herausforderungen. Polymer-Hartschaumsäulen verbinden hingegen eine hohe Materialdichte mit einfacher Handhabung auf der Baustelle. Mit einer Dichte von 150-220 kg/m³ (Produktionsziel ~160 kg/m³) erreichen diese Bauteile eine Oberflächenhärte ähnlich wie Hartholz, sind jedoch absolut resistent gegen Fäulnis, Schädlingsbefall und Feuchtigkeitsaufnahme.
Ein wesentlicher konstruktiver Vorteil der kompletten Rundsäulen ist ihr hohler Säulenschaft. Dieser Hohlraum ermöglicht es Architekten und Bauherren, tragende Stahlstützen, Stahlbetonpfeiler, Elektroleitungen oder Fallrohre elegant zu verkleiden. Anstatt störende funktionale Stützen sichtbar zu lassen, können bestehende Vertikalträger nahtlos umschlossen und in stilvolle architektonische Stilelemente verwandelt werden.
Modularer Säulenaufbau und Montage
Ein komplettes Rundsäulensystem besteht in der Regel aus drei modularen Elementen: der Basis (Sockel), dem zentralen Säulenschaft und dem dekorativen Kapitell. Dieser modulare Aufbau erleichtert die Handhabung vor Ort und erlaubt die flexible Kombination verschiedener Kapitellformen mit passenden Schaftlängen. Modellvarianten wie etwa 360x360x2790 mm bieten stimmige Proportionen für repräsentative Foyerbereiche, Hotellobbys oder überdachte Eingangsbereiche im Außenbereich.
Die geschlossenzellige Materialstruktur begrenzt die Wasseraufnahme auf unter 1 %, sodass keine Feuchtigkeit in den Kern eindringen kann. Dadurch bleiben die Säulenelemente auch bei extremen Temperaturschwankungen von -100 °C / +80 °C vollkommen formstabil und geschützt vor Rissbildung, Quellung oder thermischer Verformung durch Frost und Sommerhitze.
- Hohe Materialfestigkeit: Hergestellt mit einer Dichte von 150-220 kg/m³ (Produktionsziel ~160 kg/m³) für hohe Widerstandskraft gegen mechanische Beanspruchung.
- Hohle Innenkonstruktion: Ermöglicht das problemlose Umkleiden bestehender Stahlträger, Betonpfeiler und Leitungen.
- Wetter- und Frostbeständig: Geschlossenzelliger Kunststoff verhindert das Eindringen von Wasser, Frostschäden und Schimmelbildung.
- Vielseitige Oberflächengestaltung: Überstreichbar mit wasserbasierten Acryl- und Kunstharzfarben sowie dekorativen Marmorierungstechniken.
Witterungsschutz und Anstrichhinweise
Komplette Rundsäulen werden werkseitig mit einer Grundierung geliefert, die eine optimale Haftung für den Endanstrich bietet. Ungestrichene Polymeroberflächen können bei längerer UV-Sonneneinstrahlung vergilben; daher ist ein Anstrich mit einer hochwertigen, UV-beständigen Fassadenfarbe im Außenbereich erforderlich. Die Werksschicht dient als Vorbereitung; Farbhersteller gewähren jedoch oft nur dann Garantie auf den Endanstrich, wenn deren eigene Systemgrundierung verwendet wird. Der Auftrag einer zusätzlichen Grundierung ist daher optional. Polure übernimmt keine Gewährleistung für Anstrichmittel Dritter.
Anwendungsbereiche
Komplette Rundsäulen finden sowohl im Wohn- als auch im Gewerbebau vielfältige Einsatzmöglichkeiten. Im Außenbereich gestalten sie repräsentative Eingangsbereiche von Villen, Hotelfassaden, Veranstaltungssälen und Pergolakonstruktionen. Die geschlossenzellige Oberflächenstruktur gewährleistet bei passendem Schutzanstrich eine dauerhafte Beständigkeit gegen Regen, Frost und UV-Strahlung. Im Innenbereich veredeln die dekorativen Säulenelemente Lobbys, Restaurants, Festssäle und großzügige Wohnräume mit hohen Decken. Dank ihres hohlen Kerns werden sie häufig von Architekten genutzt, um bestehende Stahlstützen, Elektrokabel oder Lüftungsrohre stilvoll zu verdecken und funktionale Elemente in klassische Gestaltungshighlights zu verwandeln.
Montage
Für die fachgerechte Montage kompletter Rundsäulen sind eine gründliche Untergrundvorbereitung und die korrekte Befestigung entscheidend. Stellen Sie zunächst sicher, dass Boden- und Deckenflächen eben, sauber und vollständig trocken sind. Messen Sie die Höhe genau aus und führen Sie Zuschnitte mit feinzahnigen Sägewerkzeugen durch. Wenn die Säulenverkleidung um ein bestehendes Rohr oder einen Betonpfeiler montiert wird, werden die Säulenhälften vertikal um den Träger zusammengefügt. Tragen Sie Polyurethan-Montagekleber (PU-Kleber) großzügig auf alle Stoßfugen, Basisanschlüsse und Klebeflächen auf. Verwenden Sie keinen Silikonkleber, da dieser keine dauerhafte Festigkeit bietet. Zusätzlich zur Verklebung ist eine mechanische Fixierung mit Schrauben oder Dübeln an Decke, Boden und Nahtstellen erforderlich. Verspachteln Sie Schraubköpfe und Fugen mit einer witterungsbeständigen Spachtelmasse. Nach dem Aushärten verschleifen Sie die Stellen glatt (Körnung 180–220). Tragen Sie nach Bedarf eine Systemgrundierung des Farbherstellers auf und schließen Sie die Montage mit zwei Anstrichen einer UV-beständigen Fassaden- oder Innenraumfarbe ab.
Pflegehinweis
Dank des hochdichten, geschlossenzelligen Materials ist die Pflege der kompletten Rundsäulen äußerst simpel. Für die regelmäßige Reinigung genügt das Abwischen mit einem feuchten Tuch, lauwarmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel. Scharfe Lösemittel, Aceton oder Scheuermittel sollten nicht verwendet werden, um die Schutzschicht der Farbe nicht zu beschädigen. Bei Säulen im Außenbereich empfiehlt sich eine regelmäßige Überprüfung des Anstrichs. Ein Erneuerungsanstrich mit UV-beständiger Fassadenfarbe alle 5 bis 8 Jahre bewahrt das Erscheinungsbild und schützt vor witterungsbedingten Oberflächenschäden. Kleine Kratzer oder Stöße lassen sich einfach mit Spachtelmasse ausbessern, nachschleifen (Körnung 180–220) und nachstreichen.


