Architektonische Bedeutung des ornamentierten Säulenfußes
In der klassischen und neoklassizistischen Architektur ist der Übergang zwischen Bodenfläche und vertikaler Säule ein wichtiger gestalterischer Bereich. Der ornamentierte Säulenfuß bildet das visuelle Fundament vertikaler Elemente, verankert die Säule optisch, verteilt deren visuelles Gewicht und verleiht ihrem unteren Abschluss eine fein ausgearbeitete Ornamentik. Früher wurden solche Bauteile aus schwerem Naturstein gefertigt oder aus empfindlichem Gips gegossen. Moderne Fertigungstechniken ermöglichen heute die Herstellung dieser detailreichen Sockelelemente aus hochdichtem, formstabilem Polyurethan (PU). Das Material bietet 150-220 kg/m³, eine hohe Festigkeit und eine solide Haptik wie Holz, bleibt dabei jedoch besonders leicht und widerstandsfähig.
Materialtechnik und technische Eigenschaften
Die technischen Vorteile dieser dekorativen Säulenfüße beruhen auf ihrer geschlossenzelligen Materialstruktur. Im Gegensatz zu Gips, der Feuchtigkeit stark aufnimmt und leicht bröckelt, oder Holz, das durch Fäulnis und Insekten beschädigt werden kann, bleibt formstabiles Polyurethan von Umgebungsfeuchtigkeit weitgehend unbeeinträchtigt.
- Dichte: 150-220 kg/m³ sorgt für eine hohe Stoßfestigkeit und macht die Säulenfüße auch für stark frequentierte Bereiche auf Bodenniveau geeignet.
- Feuchtigkeitsbeständigkeit: Die Wasseraufnahme liegt unter 1 %. Dadurch werden Aufquellen, Verziehen und Verrotten auch bei direktem Kontakt mit feuchtem Untergrund verhindert.
- Dimensionsstabilitätstest: Die zuverlässige Dimensionsstabilität des Materials wurde zwischen -20 °C und +70 °C getestet, ohne nennenswerte Ausdehnung oder strukturelle Verformung.
- Brandschutz: Das Material hat die Feuerklasse B2 (DIN 4102-1).
Dank dieser Eigenschaften behalten die ornamentierten Säulenfüße über viele Jahre ihre präzisen geometrischen Proportionen und klar ausgearbeiteten Details.
Verschiedene Größen und Ausführungen
Für unterschiedliche architektonische Maßstäbe ist die Kollektion der ornamentierten Säulenfüße in mehreren Abmessungen und Profilformen erhältlich, darunter vollrunde Säulenfüße und halbrunde Pilasterelemente.
- P5520 und P552050: Geeignet für kleinere Räume oder elegante Pilaster an Innenwänden. Der vollrunde P5520 misst 255x238x692 mm. Die platzsparende halbrunde Ausführung P552050 misst 127x238x692 mm und eignet sich für die bündige Montage an flachen Wänden.
- P5530 und P553050: Ausgelegt für übliche Höhen in Wohn- und Geschäftseingängen. Die vollrunde Ausführung misst 386x360x1030 mm, während der halbrunde P553050 193x360x1030 mm misst.
- P5540: Ein größerer Säulenfuß mit markanter Wirkung und den Abmessungen 510x477x1360 mm, passend für hohe Hotelfoyers und repräsentative Wohnfassaden.
- P5560: Das größte Modell der Kollektion mit 760x710x2015 mm. Mit einer Höhe von mehr als zwei Metern kann es als großzügiger freistehender Dekorationssockel in großen öffentlichen oder gewerblichen Projekten eingesetzt werden.
Die abgestufte Auswahl ermöglicht Architekten und Planern, den passenden Maßstab für ausgewogene klassische Proportionen zu wählen.
Vorteile gegenüber herkömmlichen Materialien
Im Vergleich zu Gips, EPS-Styropor oder Naturmarmor verbindet hochdichtes Polyurethan eine hohe Widerstandsfähigkeit mit einer unkomplizierten Montage. Gips ist schwer, beim Transport empfindlich und anfällig für Feuchtigkeitsschäden. Naturstein erfordert aufwendige Steinmetzarbeiten, eine entsprechend tragfähige Unterkonstruktion und komplexe Befestigungslösungen. EPS-Styropor besitzt nicht die erforderliche Oberflächenhärte für Anwendungen auf Bodenniveau und kann feine, scharf konturierte Details nur eingeschränkt wiedergeben. Der ornamentierte Säulenfuß verbindet die Detailtreue von Gips mit der Robustheit von Holz, ohne deren jeweilige Nachteile zu übernehmen. Er lässt sich einfach sägen, schleifen, spachteln und streichen. Dadurch sind eine saubere Anpassung und eine unkomplizierte Ausbesserung nach Beschädigungen möglich.
Oberflächenvorbereitung und Anforderungen an die Beschichtung
Jeder ornamentierte Säulenfuß wird werkseitig mit einer hochwertigen Grundierung vorbehandelt. Diese spezielle Beschichtung bereitet die Polyurethanoberfläche auf den abschließenden Farbauftrag vor und unterstützt eine gute Haftung. Da sich die chemischen Zusammensetzungen verschiedener Farbmarken unterscheiden, übernehmen Farbenhersteller in der Regel nur dann eine Gewährleistung, wenn zuvor ihre eigene Grundierung verwendet wurde. Eine zusätzliche Grundierung vor dem Endanstrich ist daher optional und liegt in der Verantwortung des Kunden. Polure übernimmt keine Gewährleistung und keine Haftung für die Verarbeitung oder Haltbarkeit von Farben anderer Hersteller. Bei Außenanwendungen ist eine hochwertige, UV-beständige Farbe erforderlich, um das unbehandelte Polyurethan vor Vergilbung und witterungsbedingtem Abbau durch UV-Strahlung zu schützen.
Anwendungsbereiche
Der ornamentierte Säulenfuß wird in der Innen- und Außenarchitektur vielseitig eingesetzt. Im Innenbereich eignet er sich für repräsentative Eingangsbereiche, hohe Hotelfoyers, hochwertige Verkaufsräume und private Wohnhäuser. Er dient als dekorativer Abschluss von Innensäulen, Kaminverkleidungen oder Wandpilastern. Dank seiner hohen Stoßfestigkeit ist er auch für bodennahe Bereiche geeignet, in denen Staubsauger oder starker Publikumsverkehr die Oberfläche beanspruchen können. An Außenfassaden findet er Verwendung an Portiken, repräsentativen Villeneingängen, Säulen an Balkonkonstruktionen und Gartenpavillons. Die geringe Wasseraufnahme von unter 1 % macht ihn für feuchte Klimazonen, Poolbereiche und die Landschaftsarchitektur geeignet. Bei der Montage im Außenbereich ist ein UV-beständiger Farbanstrich erforderlich, um eine Vergilbung des Materials zu verhindern.
Montage
Die Montage eines ornamentierten Säulenfußes erfordert eine sorgfältige Ausrichtung und eine geeignete mechanische Befestigung, damit das Element dauerhaft sicher sitzt: 1. Vorbereitung: Die Montagefläche muss trocken, sauber und frei von Staub, Fett sowie losen Rückständen sein. 2. Ausrichtung: Markieren Sie die genaue Position mit einem Laser-Nivelliergerät. Die Achse der Säule muss exakt auf die Mitte des Säulenfußes ausgerichtet sein. 3. Zuschneiden: Erforderliche Anpassungen oder Gehrungsschnitte werden mit einer fein gezahnten Säge in einem Winkel von 45 Grad ausgeführt. 4. Klebstoffauftrag: Tragen Sie auf alle Kontaktflächen des Säulenfußes eine großzügige, durchgehende Raupe aus PU-Montageklebstoff auf. Verwenden Sie keinen Silikonklebstoff, da er keine ausreichende strukturelle Verbindung gewährleistet. 5. Mechanische Befestigung: Befestigen Sie den Säulenfuß mit Schrauben an Wand oder Boden. Die mechanische Fixierung ist erforderlich, damit sich das Element während der Aushärtung des Klebstoffs nicht verschiebt. Bei großen Modellen wie dem P5560 sollten stabile L-Winkel oder geeignete mechanische Verankerungen eingesetzt werden. 6. Nachbearbeitung: Füllen Sie alle Schraubenlöcher und Stoßfugen mit einer hochwertigen Spachtelmasse für den Außenbereich. Nach dem Trocknen schleifen Sie die Stellen mit Schleifpapier der Körnung 180 bis 220 glatt. 7. Anstrich: Falls vom Farbenhersteller verlangt, tragen Sie zunächst eine zusätzliche Grundierung auf. Anschließend folgen zwei Schichten hochwertiger wasserbasierter oder synthetischer Farbe. Für Außenanwendungen ist UV-beständige Farbe erforderlich.
Pflegehinweis
Die Pflege dekorativer Polyurethanelemente ist im Vergleich zu Naturholz oder Naturstein besonders unkompliziert. Für die regelmäßige Reinigung genügt ein feuchtes Mikrofasertuch mit einem milden, pH-neutralen Reinigungsmittel. Verwenden Sie keine aggressiven chemischen Lösungsmittel, säurehaltigen Reiniger oder scheuernden Reinigungspads, da diese die Farbschicht und die werkseitige Grundierung beschädigen können. Staub aus tiefen ornamentalen Reliefs lässt sich mit einer weichen Bürste entfernen. Dank der stabilen geschlossenzelligen Materialstruktur ist der Säulenfuß formstabil, sehr widerstandsfähig gegen Fäulnis und bietet Schimmel wenig Nährboden. Bei sachgemäßer Pflege ist eine Nutzungsdauer von mehr als zwanzig Jahren möglich.















