Polyurethan eignet sich für plastische Ornamente, PVC für einfache, lange und leicht bearbeitbare Fassadenprofile.
Polyurethan passt zu plastischen Fensterumrandungen, Fassadenprofilen und Säulenverkleidungen mit tiefem Relief; PVC ist sinnvoll für flache, einfache Profile in langen Längen. Die passende Wahl hängt vor allem von Gestaltung, Bearbeitung, Fugenplanung und Montage ab.
Polyurethan oder PVC im direkten Vergleich
Beide Werkstoffe können für Außenverkleidungen eingesetzt werden, unterscheiden sich jedoch deutlich bei Gestaltung, Verarbeitung und Bewegungsverhalten.
Profil vor Ort anpassen und bearbeiten: PVC ist leicht zu schneiden, zu fräsen und wie Holz zu bearbeiten.
Fassade oder Wärmedämmverbundsystem mit Ornamenten: Polyurethan lässt sich über Putz oder ETICS einsetzen.
Unterschiede bei Montage und Oberflächenfinish
Polyurethanprofile werden auf einen sauberen, trockenen, tragfähigen und staubfreien Untergrund mit PU-basierter Montagekleber befestigt. Lange, schwere, außenliegende oder an der Decke montierte Teile erhalten zusätzlich Schrauben oder Dübel oder werden vorübergehend abgestützt. Klebstoffaushärtung: Anpressen des Klebstoffs 60–90 Min., volle Festigkeit nach 2–3 Tagen. Stoßfugen, Gehrungen und Schraubenköpfe werden mit überstreichbarem Acrylspachtel geschlossen, anschließend mit Körnung 180-220 geglättet und beschichtet. Die Lieferung erfolgt mit weiße 1K-Acrylgrundierung; diese Grundierung ist kein Endanstrich. Innen eignet sich wasserbasierte Acryl- oder Latexfarbe, außen UV-beständige Fassadenfarbe. Geschnitten wird mit Feinzahnsäge oder Gehrungslade wie bei Holz. Für Verschnitt gelten 10% und bei gemusterten Profilen 15%.
Einsatz, Haltbarkeit und Pflege in der Praxis
Polure fertigt starre, hochdichte Polyurethanprofile im eigenen Werk aus eigenen Formen. Die Werte zu Dichte, geschlossenzelliger Struktur, Wasseraufnahme und Dimensionsstabilitätsprüfung werden mit 150-220 kg/m³, unter 1 % und -20 °C / +70 °C angegeben. Die Profile sind dekorativ und nicht tragend. Eine sorgfältige Untergrundvorbereitung, passende Befestigung, sauber ausgeführte Fugen und ein geeigneter Außenanstrich unterstützen eine dauerhaft ansprechende Oberfläche. Verschmutzungen können entsprechend der Beschichtung vorsichtig gereinigt werden; beschädigte Stellen lassen sich ausbessern, verspachteln und neu beschichten. PVC bleibt für lange, einfache Profile interessant, benötigt an Übergängen jedoch eine Planung für thermische Bewegung sowie eine geeignete Lackierung, falls die weiße Werksoberfläche verändert werden soll.
Häufig gestellte Fragen
Was ist besser für Fassadenprofile: PVC oder Polyurethan?
Für tiefe Reliefs und klassische Fassadenornamente ist starres Polyurethan besser geeignet, während PVC bei flachen Leisten und einfachen gleichbleibenden Profilen Vorteile bietet. PVC ist in langen Stücken erhältlich, hat meist eine weiße Werksoberfläche und lässt sich einfach bearbeiten. Polure gießt seine hochdichten, starren PU-Profile in eigenen Formen und kann dadurch auch Schlusssteine, Giebel, Kapitelle und Konsolen plastisch ausführen.
Welche Vorteile haben PVC-Zierleisten gegenüber Polyurethan?
PVC bietet klare Vorteile bei flachen Verkleidungsbrettern in langen Stücken und bei einfachen Profilen mit gleichbleibendem Querschnitt. Das Material lässt sich ähnlich wie Holz fräsen und sägen und wird üblicherweise mit einer weißen Werksoberfläche geliefert. Für schlichte Fenster- und Türumrahmungen kann es deshalb eine praktische Wahl sein.
Kann extrudiertes PVC für aufwendige Fassadenornamente verwendet werden?
Nein, aufwendiger dreidimensionaler Reliefschmuck lässt sich nicht durch Extrusion herstellen. Extrudiertes PVC eignet sich vor allem für flache oder einfache Profile mit konstantem Querschnitt. Für Schlusssteine, Kronen, Giebel, Kapitelle und geschnitzt wirkende Konsolen werden die starren PU-Elemente von Polure in Formen gegossen.
Eignen sich Polure-Profile für Außenfassaden und WDVS?
Ja, Polure-Profile können auf tragfähigem Außenputz oder einem fachgerecht vorbereiteten WDVS angebracht werden. Das hochdichte PU hat eine Dichte von 150-220 kg/m³, eine geschlossenzellige Struktur, eine Wasseraufnahme von unter 1 %; die Maßhaltigkeit wurde im Bereich -20 °C / +70 °C getestet. Im Außenbereich ist nach der Montage ein UV-beständiger Fassadenanstrich erforderlich.
Müssen PU- und PVC-Fassadenleisten gestrichen werden?
Polure-PU-Profile müssen nach der Montage mit einem geeigneten Deckanstrich versehen werden, während PVC-Leisten häufig bereits eine weiße Werksoberfläche besitzen. Polure liefert die Elemente mit weiße 1K-Acrylgrundierung grundiert; diese Grundierung ist kein Schlussanstrich und wird außen mit UV-beständiger Fassadenfarbe überarbeitet. Soll PVC farbig gestrichen werden, ist eine für PVC geeignete Farbe erforderlich.
Wie unterscheiden sich PVC und starres PU bei Fugen und Temperaturwechseln?
PVC benötigt wegen seiner merklichen thermischen Ausdehnung und Schrumpfung eine sorgfältige Planung von Fugen, Abständen und Anschlüssen. Starres PU wird passgenau zugeschnitten und an Stößen sowie Gehrungen mit überstreichbarem Acrylspachtel nachgearbeitet. Die ausgefüllten Bereiche werden mit Schleifmittel der Körnung 180-220 geglättet und anschließend gestrichen.
Wie werden Polure-Fassadenprofile befestigt?
Polure-Fassadenprofile werden mit PU-basierter Montagekleber auf einem sauberen, trockenen, festen und staubfreien Untergrund verklebt. Lange, schwere oder außen montierte Teile erhalten zusätzlich Schrauben oder Dübel beziehungsweise eine vorübergehende Abstützung; Der Klebstoff härtet aus (Aushärtung des Klebstoffs: Anpressen des Klebstoffs 60–90 Min., volle Festigkeit nach 2–3 Tagen). Silikon ist als Montageklebstoff nicht geeignet, und Schraubenköpfe werden mit überstreichbarem Acrylspachtel geschlossen.
Wie lassen sich PU-Profile zuschneiden und wie viel Verschnitt sollte eingeplant werden?
Starre PU-Profile lassen sich ähnlich wie Holz mit einer feinzahnigen Säge und einer Gehrungslade zuschneiden. Für schlichte Profile sollte 10% und für gemusterte Profile 15% Schnittreserve eingeplant werden. Eine Kartonprofilleiste ist typischerweise 2400-2440 mm lang.
Sind Sonderprofile möglich und wie werden die Kosten festgelegt?
Ja, Sonderprofile können auf Anfrage über eine neue Form oder durch CNC-Bearbeitung gefertigt und gesondert kalkuliert werden. Preise stehen auf der jeweiligen Produktseite oder werden in einem schriftlichen Angebot genannt. Die Ware wird ab Werk verkauft, und die Fertigungszeit wird im Angebot angegeben.
Können PU-Profile als tragende Säulenverkleidung verwendet werden?
Nein, Polure-Profile sind dekorative und nicht tragende Bauteile. Sie können vorhandene tragfähige Säulen oder Unterkonstruktionen optisch verkleiden, dürfen aber keine konstruktiven Lasten übernehmen. Die starre Form ermöglicht dabei plastische Sockel, Schäfte und Kapitelle.